Empathie im Autismus: Anders sichtbar, nicht weniger stark

Empathie wird bei Autismus oft falsch eingeschätzt: Viele denken automatisch, sie sei weniger vorhanden oder schwächer ausgeprägt. Tatsächlich fühlen und verstehen autistische Menschen oft genauso tief, nur anders: Die Verarbeitung sozialer Signale braucht mehr Zeit und bewusste Analyse statt automatischer Intuition. Dieser Beitrag zeigt, warum Missverständnisse entstehen, wie kognitive und emotionale Empathie auseinanderdriften können und wie sich das im Alltag anfühlt. Er macht klar: Es geht nicht um „mehr oder weniger“, sondern um eine andere Art zu verbinden und nimmt die Last von falschen Schuldzuweisungen.

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    Dr. Sylvia Wigge

    Neurowissenschaftlerin

Quellen

  1. Baron-Cohen, S., & Wheelwright, S. (2004). The empathy quotient: An investigation of adults with Asperger syndrome or high functioning autism, and normal sex differences. Journal of Autism and Developmental Disorders, 34(2), 163–175.
  2. Bird, G., & Viding, E. (2014). The self to other model of empathy: Providing a new framework for understanding empathy impairments in psychopathy, autism, and alexithymia. Neuroscience & Biobehavioral Reviews, 47, 520–532.
  3. Zaki, J., & Ochsner, K. N. (2012). The neuroscience of empathy: Progress, pitfalls and promise. Nature Neuroscience, 15(5), 675–680.
  4. Dziobek, I., et al. (2008). Dissociation of cognitive and emotional empathy in adults with Asperger syndrome. Journal of Autism and Developmental Disorders, 38(3), 464–473.
  5. Smith, A. (2009). The empathy imbalance hypothesis of autism: A theoretical approach to cognitive and emotional empathy in autistic development. The Psychological Record, 59(3), 489–510.

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